Gigbericht 09.10. Berlin Magnet-Club

Mit Dönergeschmack im Mund, einer vollen Blase und mit dem Gefühl als hätte man am Tag zuvor einfach mal 20 Zigaretten gegessen, wacht man auf. Man ist immer noch im selben Zimmer, mit immer noch den gleichen Leuten und man ist immer noch auf Tour in Berlin! Super. Es ist Freitag. Magnet-Club steht heute auf dem nicht vorhandenen Plan. Okay, also gleiches Spiel wie immer. Aufstehen, pinkeln, duschen, Wasser suchen, kein Wasser finden, Leitungswasser trinken. Andi und Philipp gehen ihrer neu geprägten morgendlichen Zweisamkeit nach, in dem sie sich bei der Bäckerei am Eck einen Kaffee holen, sich auf eine Bank setzen, eine oder zwei rauche, Kaffee trinken und sich lieb haben. Zweisamkeit eben. Muss es auch mal geben. Es ist ja auch so, dass in der Band ein immer weiter gehender Kampf stattfindet, wer denn am jeweiligen Tag der Liebling unseres Managers Timo ist. Andi steht hier immer ziemlich weit vorne. Philipp und Oli werden eher etwas stiefmütterlich behandelt, was das angeht. An diesem Tag sollte jedoch der Oli ziemlich weit vorne sein. Timo kann man nämlich schon mit wenig Aufwand auf seine Seite bringen. Wenig Aufwand heißt in diesem Fall, dass der Oli sich in einem Berliner T-Shirt-Laden ein The Ramones-T-Shirt gekauft und am Freitag im Magnet anhatte. Da konnte niemand mehr mithalten und so war Oli Timos Liebling des Tages. Das sind Geschichten oder? Aber zurück zum Konzert oder zum Freitag im Allgemeinen.

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Wie gesagt genossen Andi und Philipp ihre neu gewonnene Zweisamkeit, wie auch Sonja und Oli, die einen Einkauf beim Lidl hinter sich brachten. Sonja kümmert sich zusammen mit Iva und Natalie und manchmal auch uns um den Merch. Dazu filmt sie meistens die Liveszenen, die bei Andis Sicht der Dinge verwendet werden. Und hauptsächlich ist sie mit dem Oli zusammen. Und das zurecht! Die gute Nachricht des Tages war, dass Natalie zusammen mit zwei Freundinnen am Samstag Morgen nach Berlin aufbrechen würde, um den Gig im Odeon-Club am Samstag Abend live zu erleben. That’s Rock and Roll!

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Aber es war ja noch Freitag. Also einkaufen oder Kaffee trinken, dann noch ein bisschen Ruhe genießen.
An dieser Stelle müssen wir uns auch mal beim Thomas bedanken (DER HERR AUF DEM BILD VOM MAGNET-KONZERT),

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in dessen Wohnung wir eine Woche lang schlafen durften und die wir quasi besetzt hatten. Samt Küche, Klo und Bad. Das Klo (von uns nur noch Schrank genannt) war echt klasse. Wir haben uns am Ende einfach schon vor dem Klo die Hose runtergezogen, weil das wegen Platzmangel im Klo selbst nicht ganz realisierbar war. Lustig. Philipp ist dann auch mit seinen langen Beinen fast an der Tür angestoßen. Gekocht haben wir auch mal. Einmal. Wollten wir öfters machen. Aber da ihr ja jetzt eh alle denkt, dass wir nicht nur berühmt, sondern auch reich sind (womit wir wirklich glücklich wären, wenn es denn nur so wäre;-), haben wir einfach immer Döner und Curry-Wurst und Burger gegessen. Und natürlich das Catering von Dan. Wuhhuu. Aber dazu später mehr. Thomas, besten Dank für alles und natürlich Grüße an Michi!

Also auf zum Magnet-Club. Schmucker Laden, in dem Philipp vor einer Woche nach dem Coke-Finale schon so wild abgestürzt ist (und ja, Andi und Oli waren nicht dabei, die haben sich vorher schon verpisst und haben ein Mädchen in der Hose;-) Wenn ein Club eine Einfahrt hat, wo man reinfahren und dann direkt vor der Tür alles ausladen kann, dann ist das ein guter Club. So wie der Magnet. Also ausladen und aufbauen. Und Sound checken. Wir hatten an diesem Abend den wohl kürzesten, aber auch besten Soundcheck ever. Mit zwei Songs durchspielen vielleicht 7 Minuten??? Aber das geile war halt auch, dass der Soundmann echt Ahnung von seiner Anlage und seinem Club hatte. Sound unten und vor allem auch auf der Bühne ein Genuss. Sabba Säch wie Timo sagen würde. Also Soundcheck und dann die Herren von Circus Rhapsody begrüßt, die an diesem abend mit von der Partie waren. Michi (Bassist und Sänger) haben wir das Zimmer geklaut. Er wohnt nämlich bei Thomas und schläft jetzt in Thomas’ Zimmer. Wo Thomas geschlafen hat, haben wir zuerst gar nicht gewusst…Aber er hat ein flauschiges Plätzchen gefunden!

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Dann sind wir zum Warten in den Backstageraum. Hell yeah! Nochmal ne Spur besser als im Sage-Club, wo es ja auch schon geil war. Was aber auch an dem genialen Catering von unserem Tourmann Dan lag. Es gab Schnittchen, aber geile Schnittchen mit Lachs, Schinken, Käse, etc. Dazu Würstchen (Schwäbisch: Seideworschd) und Frikadellen (Schwäbisch: Fleischküchle) und Brot und Obst und Kaffee und Tee und und und! Grandios. Dazu noch freies W-Lan im Backstage für Bands und so wurde das die wirklich beste Wartezeit auf einen Gig, die wir jemals hatten. Thomas, Timo und Iva kamen dann auch noch vorbei und so hatte das Ganze was von einem gemütlichen Abend und Beisammensein im Magnet-Club:-)
Nach noch ein bisschen Business im Backstage und dem ein oder anderen Bier, Schnittchen, Fleischküchle, etc haben wir uns dann noch ein paar Songs von Circus Rhapsody angeschaut. Macht richtig Spaß. Vor allem finden wir halt die Besetzung Schlagzeug, Gitarre, Bass cool. So soll es sein. Wir freuen uns über sowas. Also dann AndiOliPhilipp im Magnet-Club nach der besten Warterei der Bandgeschichte. Total entspannt:-) Da braucht man keinen Anti-Boring-Experten mehr. Aber leider ist es ja nicht immer so. Nein, halt total falsch. Es ist fast nie so. Also sind wir weiter offen für neue Spiele, Zeitvertreib-Sachen, etc. die sich im Tourbus oder auch Backstage leicht realisieren lassen.

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Aber da war ja auch noch ein Konzert zu spielen. Dass der Club nicht so gut gefüllt sein würde wie am Vortag, war klar. Aber es kamen trotzdem einige Leute, die mit uns so richtig die Sau rausgelassen haben. Und ganz wichtig. Fast alle konnten unsere Texte mitsingen und viele AOP-Shirts waren zu sehen. Richtig geil. Wenn man 600 Kilometer von zuhause entfernt ist, in einem Club spielt, in den wegen der eigenen Band auch noch Leute kommen, die dann AOP-Shirts anhaben und die dann fast alle Texte mitsingen können, die tanzen, die klatschen, die schreien…die einfach eine gute Zeit mit deiner Band haben. Unfassbar gut!

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So hatten wir 70 Minuten Spaß und Rock and Roll pur! Anschließend gings wie immer gleich zum Merchstand. Nein, falsch. An diesem Abend musste gleich abgebaut werden, weil noch eine Indie-Party stattfinden sollte, mit DJ-Pult auf der Bühne und so. Und uns wurde gesagt, dass wir das schnell machen sollten…Haben wir dann auch, damit die leicht schwul angehauchte Indie-Party abgehen konnte. Dann zum Merch, dann Backstage noch ein paar Fleischküchle, Bier und so und gut! Es ist einfach nur geil auf Tour zu sein. Es ist einfach nur das, was wir machen wollen! Und wir dürfen es tun! Danke!

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