Der Play Live Wettbewerb, das Halbfinale, in dem wir am Samstag mit drei anderen Bands spielen durften, ist eine gute Sache. Das Pop Büro Baden-Württemberg veranstaltet nicht nur, sondern begleitet und unterstützt die Bands im Verlaufe des Wettbewerbs in Form von Workshops und Beratung. So sind wir also am Samstag am späten Morgen nach Stuttgart gefahren, um am Abend ein Konzert zu spielen. Bis dahin hatten wir aber im Rahmen von Play Live schon einiges erlebt.
Es ist ja so…Wettbewerbe spielen ist eigentlich scheiße. Kann man so sagen. Doch in diesem Jahr haben wir mit der Coke-Tour und Play Live zwei Ausnahmen erfahren, wie es auch gehen kann. Das ist toll. Sonst zahlt man bei einem Wettbewerb erstmal eine Teilnahmegebühr dafür, dass man bei einem schlecht organisierten Konzert von einer Jury, die nicht bis drei zählen kann, wieder nach Hause geschickt wird. Oder es geht nach Publikumsentscheid und das Konzert findet in Niederhinteroberdupfingen statt und drei von vier Bands kommen aus Niederhinteroberdupfingen. Außer uns natürlich. So ging es uns im Laufe der Jahre das ein oder andere Mal. Das macht aber nichts.
Um kurz vom Thema abzuschweifen. Solltet ihr euch für Sitcoms interessieren und tatsächlich noch nicht die absolut grandiose TV-Serie “Two and a half men” auf Kabel1 gesehen haben, so möge er diesen Zustand bitte zu seiner eigenen Erheiterung ändern. Weltklasse. Auch zu empfehlen: “What’s up, dad”. Und natürlich der all time Klassiker “King of Queens”. Immer noch unübertroffen. Wir findet man jetzt eine Überleitung von Doug Heffernan zu einem Konzert in Stuttgart?
Also haben wir uns um 10 Uhr am Proberaum getroffen, um zu proben. Blöd ist, wenn alles noch genau so im Proberaum steht, wie man es eine Woche vorher ausgeladen hat. Wenigstens hat unser fleißiger Schlagzeuger sein Schlagzeug schon aufgebaut. Nun spielten und spielten wir und können auch behaupten, dass wir den ein oder anderen neuen Song irgendwann mal demnächst auf euch loslassen können. Schauen wir mal. Anschließend schön im Regen den Bus beladen, noch zum Philipp nach Hause, dann noch zum Döner und dann auf die Autobahn Richtung Stuttgart. Wir sind ja mittlerweile aus Berlin etwas dönerverwöhnt (welch ein wunderbares Adjektiv) und wurden dann gleich enttäuscht. Nacheinander aß jeder seinen Döner (ein Döner, zwei Dürüm) auf, trank seine Coke dazu, um dann (Andi als erster) festzustellen, dass Döner nicht gleich Döner ist. So fuhren A, O und P mit einem Dönergeschmack und leichtem Übelgefühl nach Stuttgart. Natürlich waren wir wie immer pünktlich (das ist echt ein Fluch…wir können machen, was wir wollen und wir schaffen es trotzdem immer noch pünktlich zu den Gigs…auch wenn wir trödeln und noch Döner essen gehen…).
Angekommen haben wir erstmal die Jungs von Parkhaus begrüßt. Äußerst nette Zeitgenossen, mit denen wir uns endlichmal ausgiebig über unser Diskussionsthema Nr.1 (dem großen Gang auf die Toilette) austauschen konnten (mehr dazu wohl in Andis Sicht der Dinge). Nacheinander kamen dann auch unsere Kumpels von Split und Still Drift. Mit den Heidelbergern Still Drift haben wir bereits das erste Play Live Coaching über die Bühne gebracht. War ganz großes Tennis. Dann haben wir die Mo und den Pierre vom Popbüro begrüßt und uns gefreut, die mal wieder zu sehen. Dann – natürlich wisst ihr was jetzt kommt – warten. Naja, okay, zuerst gabs noch die Begrüßung und das “Briefing”, wie man es heutzutage nennt. Und aus Gründen der Transparenz und der Fairness wurde die Reihenfolge der Bands an diesem Abend ausgelost. Unsere Glücksfee Andi hat uns dann einen hervorragenden zweiten Slot gezogen. Nicht als erste Band und nach dem Gig noch genügend Zeit, um entweder rumzulungern oder den ein oder anderen Drink zu sich zu nehmen. Aber jetzt: W A R T E N !
Wir haben ja dieses Jahr im Text und in Bild und Ton schon einige Male darauf aufmerksam gemacht, dass wir uns langweilen! Und wenn wir sagen langweilen, dann meinen wir absolut BORING!!! Es ist ja nicht so, dass wir uns nicht mit uns selbst beschäftigen könnten, aber wenn man einfach so oft miteinander unterwegs ist, dann ist einfach kein Platz für ergiebige und einfühlsame Gespräche oder sonstige Sachen. Abschlecken tun wir uns schon auf der Bühne. NEIN, wir brauchen eine Beschäftigung. An diesem Tage war es dann so, dass Philipp auf seinem Laptop ein Spiel gespielt hat. Und die anderen beiden durften nicht mitspielen. So haben sie dann auf Andis Handy Minigolf gespielt. Das ist nett, wisst ihr? Nett! Und es macht genau maximal 23 Minuten Spaß und das ist schon übertrieben. Deswegen sind wir immer noch auf der Suche nach Beschäftigungen, die uns die Zeit vertreiben. Das nächste Mal nehmen wir die große Ravensburger Spielesammlung mit und spielen Mensch ärgere dich nicht oder so. Aber das kann man auch nicht 4 Stunden am Stück spielen.
Okay, irgendwann hatten wir dann Soundcheck und dann haben wir den Sound gecheckt. Gut. Dann wieder warten. Dann sitzt man rum, geht pinkeln, rauchen, trinkt Red Bull oder Joghurt oder unterhält sich mit den anderen Bands, was ja auch gut ist, aber diese langweilen sich zum größten Teil auch. Lange Rede, kurzer Sinn: Wer mag Oli einen Gameboy schenken oder mal ausleihen;-)??? Und für weitere Tipps zum Zeitverteib sind wir immer offen. Nur her damit:-)
Dann war Einlass um 20 Uhr, wir haben uns noch ein bissle mit dem Sibbi Poopzkid unterhalten, der an diesem Abend u.a. in der Jury saß. Still Drift haben dann als erste Band gespielt und mit ihren Songs zumindest uns überzeugt. Anschließend dann AndiOliPhilipp. Hoch auf die Bühne und die Bühne zerlegen! Gutes Motto. Helge als Opener und eine halbe Stunde Vollgas. Schön, dass einige Leute da waren. Das freut uns immer am meisten, wenn wir bekannte Gesichter in den ersten Reihen sehen. Wunderbar. Spaß hats gemacht, nur sind 30 Minuten einfach zu kurz für ein Rockkonzert. Naja, wir sind ja von der Coke-Tour nicht gerade verwöhnt…
Trotzdem hat es gereicht, um die Bühne freudig und verschwitzt zu verlassen. Also konnten wir uns Parkhaus und Split anschauen, die einfach beide richtig geile Songs haben. Der Cuba Libre an diesem Abend hatte es auch in sich (mal nachfragen bei Andi und Oli). Nachdem alle Bands gespielt hatten, kam es nach der Beratung der Jury zur Siegerehrung. Platz 2 ging an Split und auf Platz 1: AndiOliPhilipp. Wuuuhuuu! Aufgrund der starken Konkurrenz hatten wir ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, aber die Freude war natürlich umso größer. So dürfen wir jetzt im Februar im Landesfinale von Baden-Württemberg spielen. Anschließend gabs dann noch Feedback von der Jury.
Abgebaut wurde dann auch noch, von den Bands und den Pop Büro-Leuten verabschiedet und so traten Andi, Oli und Philipp seelig die Heimreise an. Einer Einkehr beim Restaurant zum goldenen M, folgte das Ausladen und um kurz vor 4 Uhr waren wir dann im Bett. Wunderbarer Abend! Wunderbares Konzert! Wir freuen uns und bedanken uns bei allen, die an diesem Abend dabei waren!!! Bis baldööö!!!










Two and a half men is Spitze