Absturz – Clubshow

Datum 16.10.2010
Location

Absturz
Leipzig

www.myspace.com/absturz-leipzig

Mit dabei sind noch: - Mr. Ferret - In Pieces

Einlass: 20 Uhr
Eintritt: 8 Euro

Bericht

An diesem Morgen sind wir um 11 Uhr im Bus, machen noch einen Halt beim Rewe, kaufen Wasser, Brötchen, Wurst und so Sachen, und machen uns auf den Weg nach Leipzig, nachdem wir am Vortag noch die Alte Kelter in Bad Wimpfen bei uns zuhause zerlegt haben. Die Fahrt nach Leipzig wurde mit verschiedenen Dingen verbracht. Andi und Philipp haben sich mit dem Fahren abgewechselt, Oli hat gelernt, um sein Leben neben der Musik auf solide Beine zu stellen. Was bisher auch ganz gut geklappt hat. Aber man soll den Tag ja nicht vor dem abend loben und die Messe ist noch nicht gelesen, der Käse ist noch nicht gegessen, der Zug ist noch nicht im Bahnhof angekommen, die Schäfchen sind noch nicht im Trockenen. Jetzt muss ich selber lachen. Auch über meine Träume zur Zeit. Letztens hab ich geträumt, dass ich in einer WG mit Marilyn Manson lebe und er auf mich steht. Warum auch immer. Irgendwann bin ich aufgewacht, weiß jetzt aber nicht, ob Herr Manson mich mag oder nicht. Strange.

Aber zurück zu Leipzig. An diesem Tag war die groß angekündigte Nazi-Demo in Leipzig angesagt. Aufmarsch von 1000en braunen Idioten. Dachten wir zumindest. Aber es war nur eine Handvoll, und es gab genügend Gegendemos, so dass man das also als großen Erfolg gegen die rechte Bewegung sehen kann. Schönwetternazis sozusagen. Braucht kein Mensch. Generell. Also sind wir in Leipzig angekommen und haben uns gefreut, dass wir im alternativen Viertel waren. Das Absturz versteckt sich in einem Hinterhof, der sich aber als absolut überragendes Ambiente herausstellt- Im Sommer bestimmt richtig toll da draußen zu stehen, gute Musik zu hören und ein bis fünfzehn Bier zu trinken. So hörten wir bei Regen nur gute Musik. Im Absturz wurden wir gleich supernett begrüßt. Sehr schöner Laden, der unter der Woche tagsüber als Computerwerkstatt dient. Deswegen gab es auch einen Lötkolben, mit dem Onkel Philipp Olis Amp entgültig und hoffentlich für alle Zeiten wieder zum Krach machen rapariert hat. Er ist und bleibt halt ein Bastler und Tüftler, der Philipp.

Nach und nach sind auch die beiden anderen Bands Mr.Ferret und In Pieces eingetroffen. Alles sehr nette Jungs, die coole Songs schreiben und diese auch sehr gut live spielen. Wir hatten auf jeden Fall richtig Spaß beim Hören!!! Und: Selten so einen geilen Schlagzeuger gesehen wie an diesem Abend bei Mr. Ferret! Respekt! Aber wie immer von vorne: Ausladen, Aufbauen, Soundcheck und essen. Der HSV hat an diesem Tag grandios 0:1 in Mainz gewonnen, also stand einem wunderbaren Musizier-Abend nichts mehr im Wege. Die Kürbissuppe war genial. Womit wir beim Essen wären. In Pieces haben dann richtig gut losgelegt. Punk vom feinsten, hat Spaß gemacht. Vor allem bestanden alle drei Bands aus der Besetzung Gitarre, Bass, Schlagzeug. Drei Mann, so muss das sein! Danach Mr. Ferret mit noch geilerem Punk und richtig geilen Songs! Hat Spaß gemacht! Freunde aus Magdeburg waren auch am Start, Streetteammitglieder und andere Menschen, die an diesem Samstag richtig Gas mit uns geben wollten!

Es ist doch immer so: Wenn man mit wenig Erwartungen in einen Abend geht, dann wird dieser meistens knallen. Wenig Erwartungen, weil bei In Pieces noch nicht viele Leute am Start waren. Es wurden aber bis zu unserem Intro noch mehr und so hatten wir wieder grandiose 80 Minuten, in denen wir uns selbst, jeden Song und jeden Anwesenden im Absturz komplett abgefeiert haben! Sowas muss auch mal sein. (Hach, wie herzzerreißend, die Entscheidung bei Popstars...aber spannend ist es, das muss ich zugeben...lol) Spielerisch waren wir auch mal in guter Form, sagen wir anstatt den sonstigen 110%, waren es an diesem Tag 125%;-) Besten Dank an die Leute im Absturz, an die anderen Bands und an Herrn Guerrero! Auf dem Weg ins Hotel, das eigentlich eine Wohnung über einer Kneipe/Disco war, die bis morgens um 9 Uhr (!) auf hatte (der DJ legt den ganzen Abend nur Klassiker auf...), haben wir dann noch eine Wurst (auf deutsch: Worschd) oder zwei gegessen, ein Bier getrunken und uns dann, brav wie wir sind, ins Bett gelegt. Irgendwann dann.

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